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Weißenburg

Weißenburg in Bayern

Die ehemalige Römer- und Freie Reichsstadt liegt am Rand der südlichen Frankenalb. Sowohl die archäologischen Zeugnisse der römischen Vergangenheit wie auch die historische Altstadt mit ihrer gut erhaltenen Stadtmauer sind ein beliebtes Ausflugziel. Darüber hinaus bietet Weißenburg ein vielfältiges Kultur- und Freizeitangebot: Festspielsommer auf der Freilichtbühne "BergWaldTheater"; breites Führungsangebot (Römer, Mittelalter, Wülzburg, Stadtwald).

Sehenswürdigkeiten

RömerMuseum mit 114-teiligem Schatzfund, Kastell Biriciana mit rekonstruiertem Nordtor, Römische Thermen; Reichsstadt-, Apotheken- und Brauereimuseum; historische Altstadt mit Ellinger Tor, Gotischem Rathaus, St.-Andreas-Kirche mit Schatzkammer und malerischer Seeweiherpartie; Hohenzollernfestung Wülzburg.

Kastell Biriciana mit rekonstruiertem Nordtor

Das Militärlager Biriciana wurde um 90 n. Chr. auf einer Hochterrasse der Schwäbischen Rezat errichtet. Als Stammbesetzung gilt die 500 Mann starke Reitereinheit ala I Hispanorum auriana. Mitte des 2. Jh. n. Chr. wurde das erste Holz-Erde-Lager in Stein ausgebaut. Die Grundmauern dieser Phase sind heute modern aufgemauert auf dem unbebauten Kastellgelände gekennzeichnet und vermitteln die Dimensionen des ehemaligen Kastells.
Das beinahe quadratische Lager nimmt eine Fläche von 3,1 ha ein. Die Lagermauer mit Eck- und Zwischentürmen und vier Toren wurde durch einen inneren Erdwall und drei äußere Wehrgräben gesäumt. Das zweistöckige Nordtor wurde 1990 nach damaligem wissenschaftlichem Stand nachgebaut. Die Steingebäude im Kastellinneren entsprechen dem typischen Aufbau römischer Militärlager. Im Zentrum lag das Stabsgebäude, die principia, mit dem Lagerheiligtum, der großen Basilika und Verwaltungsräumen. In ihrem Osten wurden ein Speichergebäude und das Wohnhaus des Lagerkommandanten identifiziert.
Die Funktion weiterer Steinbauten im Westen der principia wird in der archäologischen Forschung derzeit noch diskutiert. Die Holzunterkünfte der Soldaten konnten geophysikalisch nachgewiesen werden, sind aber oberirdisch nicht sichtbar.
Zerstört wurde Biriciana wohl beim großen Germaneneinfall 253/254 n. Chr. Zerstörungshorizonte sprechen für die anschließende Aufgabe des Lagers und des zugehörigen Vicus. Auch der berühmte „Weißenburger Schatzfund“ entstammt wohl den Unruhen dieser Zeit.

Anschrift:
Am Römerlager, 91781 Weißenburg i. Bay.
Öffnungszeiten: ganzjährig begehbar
Eintrittspreise: kostenlos
Kontakt: 09141 907-186, www.museen-weissenburg.de

 

Spuren des vicus, der zum Kastell gehörenden Siedlung, sind in Weißenburg heute noch südwestlich des Militärlagers erhalten. Drei Brunnen, der Keller eines Steingebäudes und der Grundriss eines typischen Streifenhauses sind in situ in die moderne Bebauung integriert worden. Viele Funde aus dem Vicusbereich sind im RömerMuseum ausgestellt und vermitteln einen Eindruck vom zivilen Leben im militärischen Umfeld des Kastells. Veteranen, Gastwirte, Händler, Handwerker und inoffizielle Frauen und Familien der Soldaten siedelten sich hier an und versorgten das Militärlager mit Gebrauchs- und Luxusartikeln.

Anschrift:
nahe den Römischen Thermen, 91781 Weißenburg i. Bay.
Öffnungszeiten: ganzjährig begehbar
Eintrittspreise: kostenlos
Kontakt: 09141 907-186, www.museen-weissenburg.de

 

Römische Thermen als Museum zugänglich

Die 1977 zufällig entdeckten und anschließend archäologisch untersuchten römischen Thermen gelten derzeit als die größte bekannte Thermenanlage im süddeutschen Raum. Ihre wissenschaftliche Bedeutung erhält der Bau nicht nur durch ihre Ausmaße und die Funde, die heute im RömerMuseum ausgestellt sind, sondern auch durch die vergleichsweise gut nachvollziehbare Abgrenzung verschiedener Bauphasen.
Genutzt wurden die Thermen wohl gleichermaßen durch die Lager- und Vicusbewohner. Die feine Innenausstattung und die schrittweise Vergrößerung der Anlage bis zu ihrer beeindruckendsten Ausdehnung von 60 m Länge belegen das florierende Leben in Biriciana. Gleichzeitig können aus Zerstörungshorizonten Rückschlüsse auf historische Ereignisse gezogen werden.
Wann genau die Nutzung der Thermen aufgegeben wurde, ist noch unklar. Als wahrscheinlich gelten Zusammenhänge mit kriegerischen Vorfällen. Besonders naheliegend ist der große Germaneneinfall 253/254 n. Chr., der auch als Kontext der Zerstörung des Kastells gesehen wird.
Seit 1985 sind die römischen Thermen den Besuchern in einem Schutzbau zugänglich. Wie die Thermenruine in ihren einstigen Pracht wirkte, erfährt man durch Informationstafeln, ein interaktives Thermenmodell und kurze Filmbeiträge im Medienraum und dem Empfangsgebäude.

Anschrift: Am Römerbad 17a, 91781 Weißenburg i. Bay.
Öffnungszeiten: 15. März -15. November: 10.00-17.00 Uhr; Geschlossen: 16. November - 14. März Eintrittspreise: regulär 4€, ermäßigt 2,50€, Familie 8€. Museumsticket: regulär 10€, ermäßigt 6€, Familie 19€. Saisonkarte: regulär 25€, ermäßigt 15€.
Kontakt: 09141 907-127, www.museen-weissenburg.de

RömerMuseum

Das RömerMuseum vereint Funde aus dem Kastell, den Thermen und der Region. Das Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München wurde 2017 neu konzipiert wiedereröffnet.
Der Rundgang führt Schritt für Schritt durch das antike Leben am Limes. Als Militärstandort war Biriciana stark von der Anwesenheit der römischen Soldaten geprägt. Gleichzeitig belegen eine Vielzahl an Funden das florierende Zivilleben im Lagerdorf und der näheren Umgebung.
Materielle Belege für den kulturellen Austausch zwischen Römern und Germanen nördlich der Reichsgrenze sind dabei genauso spannend wie die Gebrauchs- und Luxusartikel von Handwerkern, Frauen und Kindern im Umfeld des Kastells.
Der Höhepunkt der Ausstellung ist der herausragende „Weißenburger Schatzfund“, der wahrscheinlich Mitte des 3. Jh. n. Chr. nahe der Römischen Thermen im Zuge der zerstörerischen Germaneneinfälle deponiert wurde. Das Ensemble aus 114 Fundstücken ist er eines der größten seiner Art in Süddeutschland. Besonders die 15 Götterstatuetten aus Bronze und die elf silbernen Votivbleche beeindrucken durch ihre herausragende Qualität. Dazu kommen metallene Gebrauchsgegenstände wie Kannen, Werkzeuge und ein eiserner Klappstuhl.

Anschrift: Martin-Luther-Platz 3-5, 91781 Weißenburg i. Bay.
Eintrittspreise: regulär 6€, ermäßigt 4€, Familie 12€. Museumsticket: regulär 10€, ermäßigt 6€, Familie 19€. Saisonkarte: regulär 25€, ermäßigt 15€.
Kontakt: 09141 907-124, www.museen-weissenburg.de


Das Bayerische Limes-Informationszentrum ist der zentrale Anlaufpunkt für Fragen rund um das UNESCO-Welterbe Limes. Interaktive Stationen, Multimedia-Angebote und Informationsbroschüren laden zum selbstständigen Erkunden des obergermanisch-raetischen Limes ein.

 Anschrift: Martin-Luther-Platz 3-5, 91781 Weißenburg i. Bay.
Eintrittspreise: kostenlos.
Kontakt: 09141 907-124, www.museen-weissenburg.de

Das RömerMuseum und das Bayerische Limes-Informationszentrum sind barrierefrei zugänglich.

Limes als Damm, zwischen Weißenburg und Burgsalach

Nördlich von Oberhochstatt (südlich von Wachtposten 14/40) folgt die eindrucksvollste Strecke in Bayern. Der Limes zieht als Damm kilometerweit und schnurgerade durch die Landschaft und ist deutlich kenntlich durch eine Hecke.

Info

Museen Weißenburg
Martin-Luther-Platz 3-5
91781 Weißenburg i. Bay.

Tel.: 09141 – 907 189
Fax: 09141 – 907 121 

Öffnungszeiten
Januar bis Mitte März geschlossen
15. März bis 15. November täglich 10:00-17:00 Uhr
16. November bis 30. Dezember täglich 10:00-12:30 Uhr, 14:00-17:00 Uhr
Heiligabend, 1. und 2. Weihnachtsfeiertag und Silvester geschlossen

museen-weissenburg.de

Tourist-Info
Martin-Luther-Platz 3a
91781 Weißenburg i. Bay.

Tel.: 0 91 41 – 907 124
Fax: 0 91 41 – 907 393

tourist@weissenburg.de
www.weissenburg.de

Unterkunftsverzeichnis der Stadt Weißenburg

 

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