Das heutige Taunusstein wurde erst 1971 durch den Zusammenschluss von 10 ehemals selbstständigen Gemeinden gegründet. Dennoch blickt die junge Stadt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Die erste urkundliche Erwähnung war im heutigen Stadtteil Bleidenstadt um 812 n. Chr., wobei bereits 778 mit dem Bau eines Klosters in „Blydenstadt“ begonnen worden sein soll. Zahlreiche Rad- und Wanderwege verbinden und erschließen die Stadtteile. Mehr als die Hälfte des Stadtgebietes ist Wald, in dem auch nahe dem Stadtteil Orlen die Reste des ehemaligen Kastell Zugmantel liegen.
Um 90 n. Chr. wurde ein Numeruskastell aus Holz zunächst auf 0,7 ha errichtet, später auf 2,1 ha vergrößert und in Stein ausgebaut. Das Kastell war von einem Lagerdorf, mehreren Heiligtümern und zwei Amphitheatern umgeben, deren Reste noch teilweise sichtbar sind. Es handelt sich um das kleinste Kastell einer cohors equitata (berittene Kohorte) in Obergermanien. Die Umwehrung des Steinkastells ist rundum als Erdwall, stellenweise auch als Böschung zu erkennen. Funde sind im hessischen Landesmuseum Wiesbaden und im Saalburgmuseum zu sehen. Ein ausgeschilderter Rundwanderweg führt zu den das Kastell umgebenden weiteren Zeugnissen. Beim Kastell Zugmantel überquert der Limes die B 417.
Museum im Schloss im Stadtteil Wehen, Historischer Wanderweg: Aar-Höhenweg, Rundwanderweg am ehemaligen Kastell Zugmantel, im Winter Langlaufloipen.
Stadt Taunusstein
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20.09.2026
Eine kurzweilige Themenführung über das Leben von Frau und auch Sklavinnen am Römischen Limes vor 2000 Jahren....