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Hüttlingen

Auf einen Blick

Hüttlingen am Kocherknie

Das Gebiet des heutigen Hüttlingens am Kocherknie kreutzte zur Römerzeit der Obergermanisch-Raetische Limes, der auf einem Feld beim Weg Hochfeld gegenüber dem Wohngebiet Wasserstall abknickte. Nach der Aufgabe des Landstrichs durch Rom in der zweiten Häfte des 3. Jh. n. Chr., könnte eine erste Siedlung durch einen alemannischen Sippenführer "Hutilo" gegründet worden sein. Urkundlich wurde das "alemannische Urdorf" erstmals 1024 in einer Urkunde Kaiser Heinrichs II. als Hutlinga erwähnt und war im Mittelalter Bestandtteil der Burg und Herrschaft Niederalfingen. Mit dem Erwerb der Burg Niederalfingen wurden die Fugger im Jahr 1551 zu den Ortsherren Hüttlingens.

 

Der Limes in Hüttlingen

Rund 5 km nördlich des großen Reiterkastells in Aalen verläuft der Limes durch hügeliges Gelände und trifft bei Hüttlingen auf das rund 90 m tief eingeschnittene Kochertal. Auf beiden Talseiten waren zur Überwachung dieser Engstelle Wachttürme positioniert, die zueinander in Sichtkontakt standen (WP 12/68 + 12/70). Innerhalb des Tals dürfte sowohl der Verlauf der früheren Palisadenlinie als auch derjenige der späteren rätischen Mauer an den steilen Abbruchkanten zu beiden Seiten für einen kurzen Abschnitt unterbrochen gewesen sein. Beide Grenzmarkierungen dürften im weiteren Verlauf jedoch bis auf knapp 2 m an den Kocher herangereicht haben, der mit einer Absperrung und einer Brücke gesichert war, wie im Fluss aufgefundene Eichenpfosten nahelegen. Auf der nördlichen Kocherseite wurde das Tal zusätzlich mit einem weiteren Wachtturm (WP 12/69) überwacht. Von hier verläuft der Limes weiter in Richtung Rainau-Buch und knickt direkt hinter der Wachtturmstelle 12/70 verstärkt nach Nordosten hin ab. Bei Untersuchungen im Jahr 2011/12 konnten hier deutliche Indizien für hölzerne Wachttürme sowie eine Palisade am Westraetischen Limes erbracht werden, die der Errichtung der raetischen Mauer zu Beginn des 3. Jh. n. Chr. vorangegangen sein dürften.    

  • Bender, Stephan: Neue Einblicke am raetischen Limes bei Hüttlingen, in: Der Limes 6/2 (2012), S. 12 – 15. (zur digitalen Version)
  • Kemkes, Martin: Die Querung des Kochers. Der Limes bei Hüttlingen, in: Der Limes im Ostalbkreis, hg. v. Manfred Baumgärtner, Mögglingen 2013, S: 66 – 68.

Sehenswürdigkeiten in und um Hüttlingen

Limesanlage am Kocher, in Niederalfingen eine im Ritterstil erbaute Burg der Fugger, Heimatmuseum im ehemaligen Vogteigebäude der Burg, Südwest-Galerie in Niederalfingen, Friedhofkapelle (Marienkapelle) aus dem 14. Jh. am Friedhof und weitere Kapellen in den Ortsteilen, Kunstwerke von Hannes Münz, Igelbrunnen von Andreas Welzenbach, Aussichtspunkt Halmesbuck in Sulzdorf, Skulpturenweg in Niederalfingen.

 

Limesanlage am Kocher

Limesanlage am Kocher mit Rekonstruktion von Limespalisade und Mauer, als Pflastermosaik gearbeitete Landkarte der römischen Provinz Raetien.

Ab der Straßengabelung Hüttlingen-Buch bzw. Oberlengenfeld: Richtung Nordosten verläuft die rätische Mauer als fast 1 m hoher und bis zu 3 m breiter Steinriegel entlang des Waldrandes.

 

Touristinfo

Bürgermeisteramt
Schulstraße 10
73460 Hüttlingen

Tel. 0 73 61/97 78-0
Fax 0 73 61/71 22-0

gemeinde@huettlingen.de
https://www.huettlingen.de/

Zum Unterkunftsverzeichnis der Gemeinde Hüttlingen gelangen Sie hier.
Das Unterkunftsverzeichnis der Erlebnisregion Schwäbische Ostalb finden Sie hier.

 

 

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