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Ellwangen

  • Die Limesmauer in Pfahlheim
    © Stadt Ellwangen

  • Modell des Kastells in Halheim
    © Stadt Ellwangen

  • Stadtansicht Ellwangen
    © Stadt Ellwangen

Ellwangen an der Jagst

Einstige Residenz der Fürstpröpste im Virngrund, die 764 als Benediktinerkloster gegründet wurde. Über die Stadt erheben sich die Wallfahrtskirche Schönenberg und das Schloss mit Museum. In der Stadt und auf dem Schloss finden im Sommer zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt.

Unter dem Motto "Ellwangen an die Jagst" findet 2026 die Landesgartenschau in der Kleinstadtperle Ellwangen statt.

Sehenswürdigkeiten in und um Ellwangen

Marktplatz mit Basilika, barocker Jesuitenkirche und Stiftsherrenhäusern, Wallfahrtskirche Schönenberg, Schloss mit Museum, Palais Adelmann, Antoniuskapelle mit Fayencealtar, Alamannenmuseum, Sieger-Köder-Museum.

Kastell

Etwa 1,2 km nordöstlich des Ortes, in der Flur „Buschelacker“, liegt das Kastell Halheim. Der Flurname („Buschel“ = süddeutsch für Burgstall) verweist bereits auf die lange bekannte Ruinenstätte, die seit dem frühen 19. Jahrhundert als römische Anlage bekannt ist. Noch heute zeichnet sich das Kastell eindrucksvoll im Gelände ab: Eine auf dem ehemaligen Schuttwall wachsende Buschhecke markiert die quadratische Befestigung mit leicht abgerundeten Ecken und einer Seitenlänge von etwa 80 bis 82,5 Metern.

Die Anlage liegt auf einer leichten Erhebung südlich des Sonnenbachs und nur rund 35 Meter südlich des Limes, der hier einen markanten Knick nach Norden vollzieht. Das Kastell war strategisch so positioniert, dass es diesen Grenzabschnitt optimal kontrollieren konnte.

Die Befestigung besaß Tore an der Nord- und Südseite sowie rechteckige Türme an den Ecken und in der Mitte der Ost- und Westseite. Umgeben war die Anlage von einem Spitzgraben mit etwa 6,5 Metern Breite und rund 1,1 Metern Tiefe, der die Verteidigungsfunktion zusätzlich verstärkte.

Südlich des Kastells konnten im Bereich der Flur „Hornfeld“ weitere Mauerzüge nachgewiesen werden, die vermutlich zu einer zivilen Siedlung (Vicus) gehörten. Ein 2012 errichtetes Rekonstruktionsmodell vermittelt heute auf Grundlage moderner geophysikalischer Untersuchungen einen guten Eindruck der ehemaligen Erscheinung. Die Innenbebauung wurde dabei am besser erforschten Kastell Hesselbach im Odenwald orientiert.

Errichtet wurde das Kastell frühestens unter Kaiser Hadrian (117–138 n. Chr.). Münzfunde belegen eine Nutzung bis mindestens in die Mitte des 3. Jahrhunderts, bevor die Anlage spätestens um 260 n. Chr. aufgegeben wurde.

Vermutlich verlief entlang der Limeslinie zudem eine Grenzstraße, die das Kastell mit weiteren Anlagen wie Rainau-Buch und Ruffenhofen verband und so Teil eines überregionalen Kontroll- und Verkehrsnetzes war. Das Lager unterstand dem Präfekten der Ala II Flavia in Aalen.

Limesmauer

Ellwangen-Pfahlheim: Limesmauer bis zu 0,75 m hoch erhalten. 1990 wurde in Ellwangen-Pfahlheim, direkt an der Kastellstraße, ein Stück Limesmauer freigelegt.

Das 12,20 m lange und 1,25-1,40 m breite Fundamentmauerwerk ist noch zwischen 0,30 - 0,75 m hoch (bis zu 10 Steinlagen) erhalten. Es besteht aus trocken gesetztem, zweischaligem Mauerwerk aus örtlich anstehendem Stubensandstein.

Touristinfo

Tourist-Information
Marienstraße 1
73479 Ellwangen

Tel. 0 79 61 / 84-303

tourist@ellwangen.de
www.ellwangen-tourismus.de

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