Burgsalach liegt auf der Hochfläche der Südlichen Frankenalb, nahe dem romantischen Anlautertal und unmittelbar am Limes, der immer noch gut sichtbaren Nordgrenze der ehemaligen römischen Herrschaft. Historisch bedeutend und umstritten war der Ort unter anderem bedingt durch nahe gelegene Eisenerzvorkommen.
Eine der außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten entlang des gesamten Obergermanisch-Raetischen Limes befindet sich unweit von Burgsalach im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.
Etwas südlich des heutigen Ortes wurde während des ersten Weltkrieges unter der Leitung von F. Winkelmann ein römischer Gebäudetyp ergraben, der in Europa ohne Parallelen ist und häufig als Burgus angesprochen wird.
Entlang einer wichtigen Verbindungstraße zwischen dem Kastell Biriciana im heutigen Weißenburg und Castra Vetoniana (Pfünz) gelegen, wurde in etwa 1,5 Km Entfernung zum Limes eine rund 0,10 ha große, quadratische Anlage mit zwei Stockwerken und 32, 6 m Seitenlänge sowie einem Innenhof errichtet, die sich vor allem durch ihren halbrunden zurückspringenden Eingang auszeichnet.
Eine genaue Datierung der Anlage fällt schwer, da Funde fehlen, die Rückschlüsse auf einen konkreteren Zeitpunkt der Errichtung zulassen. Auch über die nähere Funktion des Baus kann lediglich spekuliert werden. Auf Basis der Größe lässt sich vermuten, dass der sogenannte Burgus eine Besatzung von rund 100 Mann (Centurie) beherbergte. Da die Bauform solcher Centenaria aus Nordafrika bekannt ist, wurde die These aufgestellt, dass es sich bei der hier stationierten Einheit um eine Vexillation (Unterabteilung) der legio III Augusta aus Lambaesis im heutigen Algerien gehandelt haben könnte, die nach dem Sechskaiserjahr 238 n. Chr. von Gordian III. zersplittert wurde, da sie aktiv an der Niederschlagung des Aufstandes seines Vaters und Großvaters gegen Kaiser Maximinus Thrax beteiligt gewesen war. Da hierüber keine gesicherten Quellen vorliegen, muss dies jedoch ebenso Spekulation bleiben, wie die Deutung des Gebäudes als aufwendig ausgestaltete Raststation des kaiserlichen Postwesens (cursus publicus) oder Benificiarier-Station.1 Nachgewiesener Brandschutt und verkohlte Holzreste deuten auf die Aufgabe der Anlage in Folge einer Zerstörung durch Feuer hin.
1978 wurde auf dem Gelände darüber hinaus ein ca. 1 Hektar großes Kleinkastell entdeckt, dass die typische Spielkartenform römischer Kastelle aufwies und der Errichtung des “Burgus” vorausgegangen sein dürfte. Ergebnisse geophysikalischer Untersuchungen ergaben, dass es sich dabei um ein temporäres Feldlager gehandelt haben dürfte, in dessen Nordwestecke ein kleineres, später angelegtes Lager eingebaut wurde, das lediglich 50 x 50 m maß.
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Rundwanderweg mit Hinweistafeln über den Limes, im Verlauf konservierter Wachtposten 14/48 und Nachbildungsversuch eines hölzernen Limesturmes.
Südlich von Burgsalach bis zum Wachtposten 14/56 (Limesknick bei Petersbuch) rätische Mauer streckenweise wieder gut als Schuttwall erkennbar.
St. Egidi: Reste des Wachtposten 14/54 erkennbar; Wachtposten 14/55: Grundriss konserviert.
Petersbuch, Limesabschnitt bis Hirnstetten und Pfahldorf; Schuttwall durch Lesesteine überhöht, mit Hecken bewachsen und weithin als dominierende Landmarke auf der Albhochfläche zu erkennen.
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