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Aschaffenburg

Aschaffenburg am Main

Aschaffenburg liegt am Mainknie, gerade außerhalb der ehemaligen römischen Reichsgrenze am „nassen Limes“. Seine eigene Geschichte beginnt aber schon früher, archäologische Funde belegen die Anwesenheit einer keltischen Oberschicht, bevor der Aschaffenburger Stadtberg in der Spätantike zu einem wichtigen Ort an der alten römischen Reichsgrenze erwuchs. Die Stadt verdankt ihr südliches Flair nebst dem milden Klima vor allem ihrer italienisch inspirierten Architektur und Kunst aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Im 19. Jh. setzen der Bau des Pompejanums und die aus Kork angefertigten Architekturmodelle antiker römischer Bauwerke einen weiteren mediterranen Akzent. Ergänzt durch eindrucksvolle archäologische Funde und qualifizierte Führungsangebote kann ein Besuch Aschaffenburgs zu einem Erlebnis römischen Lebens und Wirkens werden.

Sehenswürdigkeiten

Pompejanum, Schloss Johannisburg mit Schlosskirche, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Kunsthalle Jesuitenkirche, Christian Schad Museum (ab 2021), Pfarrkirche Zu Unseren Lieben Frau, Altstadt, Sonnenuhr, Stiftsbasilika St. Peter und Alexander, Stiftsmuseum, Sandkirche, Naturwissenschaftliches Museum, Gentil-Haus, Museum Jüdischer Geschichte und Kultur, Kunstlanding, KirchnerHAUS Museum Aschaffenburg, Park und Schloss Schönbusch.

Stiftsmuseum - Archäologische Sammlungen

Die römische Abteilung der Archäologischen Sammlungen gibt mit zahlreichen Grab- und Weihesteinen, Gegenständen des täglichen Gebrauchs, darunter besonders schöne Gefäße und Bilderschüsseln aus Terra Sigillata, kleiner Kunstwerke aus Bronze, Eisen, Keramik und einer bedeutenden Münzsammlung aus Stockstadt einen repräsentativen Überblick über die Römerzeit. Bedeutend sind die Funde aus den römischen Zivilsiedlungen und Militärlagern am Limes aus Stockstadt und Niedernberg. Einzigartig ist so etwa eine in der Mitte des 2. Jhs. n. Chr. entstandene bronzene Brunnenmaske, die einen weinseligen Silen aus dem Gefolge des Dionysos zeigt. Neben einem römischen „Meterstab“ und Fragmenten eines Militärdiploms verweist auch ein eiserner Gesichtshelm aus der Mitte des 2. Jhs. n. Chr. auf die militärische Bedeutung der Landschaft an der römischen Grenze. Von dort stammen auch mehrere Reste von Jupitergigantensäulen, wie sie als römische Reichsinsignien in vielen römischen Siedlungen und Landgütern vorkamen. Mit dem Ende des Römischen Reiches wurden sie meist zerstört und Teile davon – die Viergöttersteine – häufig in Kirchenbauten wiederverwendet. Als Relikt des beim Militär äußerst beliebten und weit verbreiteten Mithras-Kultes ist ein thronender Merkur mit einem Dionysosknaben, Widder und Schildkröte zu sehen sowie eine der äußerst seltenen Mithrashände aus Bronze. Seit der Erhebung des Limes zum Weltkulturerbe 2005 illustriert ein kleiner Ausstellungsraum die Unterschiede der historischen Lebenswirklichkeit zwischen Römern und Germanen an der Grenze.

Pompejanum und Pompejanumgarten

Der antikenbegeisterte König Ludwig I. ließ in den Jahren 1840-48 nach Plänen des Architekten Friedrich von Gärtner den idealtypischen Nachbau eines römischen Hauses aus Pompeji, genannt Pompejanum, errichten. Die prachtvolle Ausmalung und Raumgestaltung nach römischem Vorbild werden durch originale antike römische Skulpturen und Gegenstände des römischen Alltagslebens aus den Beständen der Staatlichen Antikensammlungen ergänzt und ermöglichen hervorragend das Studium der antiken Kultur. Die unmittelbare Umgebung des Pompejanums wurde im Stil einer mediterranen Landschaft angelegt. Blühende Glyzinien, reich behangene Feigenbäume, Pomeranzen, Lavendel, Rosen und Agaven verstärken hier den mediterranen Zauber. Die Staatlichen Antikensammlungen zeigen im 1. Obergeschoss des Pompejanums jährlich wechselnde Sonderausstellungen mit wertvollen antiken Exponaten. Das Pompejanum ist nur in den Sommermonaten von April bis Oktober geöffnet. Zu anderen Zeiten gibt die VR-Experience einen Einblick in die Räume.

"Rom über die Alpen tragen" - die Korkmodellsammlung in Schloss Johannisburg

Antike Bauten in Kork nachzubilden entwickelte sich in Italien aus der Krippenbaukunst und erlebte um 1800 eine Blütezeit. Unter dem Erzbischof und späteren Großherzog Carl Theodor von Dalberg schuf dessen Hofkonditor Carl May zahlreiche Korkmodelle antiker römischer Bauten. Besondere Größe und Detailfreude zeigen die Modelle seines Sohns Georg Heinrich May. So ist das von ihm erstellte Architekturmodell des Kolosseums mit einem Durchmesser von 312cm nicht nur das größte existierende Modell, sondern fasziniert besonders durch seinen Reichtum an Details. Mit 52 Modellen ist die Korkmodellsammlung in Schloss Johannisburg die größte weltweit.

Kastellbad im Nilkheimer Park

Der Nilkheimer Park liegt ca. 3 km südwestlich des Stadtzentrums von Aschaffenburg am linken Mainufer neben dem Landschaftspark Schönbusch. Im nordöstlichen Teil des Parks liegen die Grundmauern des Kastellbads des Stockstadter Römerlagers. Bereits beim Bau der Aschaffenburger Zellstoffwerke 1895 (später PWA – Papierwerke Waldhof-Aschaffenburg, heute Sappi GmbH) aufgedeckt, machte eine Erweiterung der Zellstoffwerke 1968 den Abbau des Kastellbades nötig. Es wurde daraufhin in Stockstadt abgebaut und in den Nilkheimer Park transferiert. Dies war das erste Mal, dass in Deutschland eine antike Ruine verlegt wurde. Das Kastellbad, im Original um 110 n.Chr. errichtet, lag ursprünglich östlich des Römerkastells, 50 m von dessen Haupteingang, der porta praetoria, entfernt zwischen Kastellmauer und Hafenanlage am Main. Heute erläutert eine große Bronzetafel vor Ort Umfang und Funktion der ehemaligen römischen Badeanlage. Ein solches öffentliches Bad war notwenige Grundausstattung jeder römischen Civitas und besonders in jeder größeren römischen Garnison an der Reichsgrenze. Viele der Ziegel, die zum Bau der Fußbodenheizung (Hypokausten) verwendet wurden, tragen den Stempel der LEGXXIIPPF (=Legio XXII Primigenia Pia Fidelis). Sie war in der Provinzhauptstadt Mainz stationiert und betrieb in in Frankfurt-Nied eigene Ziegeleien. Auf Rhein und Main verschifft fanden diese Ziegel im gesamten Rhein-Main-Gebiet Verwendung.

Touristinfo

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Schloßplatz 2
63739 Aschaffenburg
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www.info-aschaffenburg.de
E-Mail: tourist@info-aschaffenburg.de

Museen der Stadt Aschaffenburg
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Tel. 06021 386740
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