
Anerkennung des Limes bei der UNESCO mit einer Sonderbriefmarke gewürdigt
Am 05. Oktober 2007 präsentierte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen Karl Diller MdB, die Sondermarke „Limes“ aus der Serie „Weltkulturerbe der UNESCO“. Der Obergermanisch-Raetische Limes, die ehemalige Grenze des römischen Reiches, war im Juli 2005 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen worden. Die feierliche Präsentation fand am 5. Oktober im Römerkastell Saalburg statt.
Die Sondermarke „Limes“ mit dem Wert von 55 Cent ist seit 5. Oktober 2007 als Block der Serie „Weltkulturerbe der UNESCO“ erhältlich. Der Briefmarkenblock zeigt den Verlauf des Limes, die Marke selbst bildet das Eingangstor der Saalburg und die Überreste des Stabsgebäudes im Limeskastell Aalen ab. Gestaltet wurde er von Annegret Ehmke, Atelier 59, Eutin.
Zur Herausgabe des Briefmarkenblocks haben einige Orte (z. B. Saalburg, Aalen, Schwäbisch Gmünd) am 11. Oktober auch ein Sonderpostamt eröffnet, bei dem der Block mit einem Sonderstempel erhältlich war. Die geringe nur 2,9 Millionen Exemplare macht den Briefmarkenblock und den Stempel besonders wertvoll.
Pressetext: pressetext14.doc pressetext14.pdf


Neu entwickelte Karten zeigen alle Wege und Details am römischen Grenzwall. Wanderungen, Rad- und Autotouren entlang des in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommenen Limes werden jetzt noch spannender. Dazu hat der Verein Deutsche Limes-Straße zusammen mit der Deutschen Limeskommission und den verschiedenen Landesvermessungsämtern neue Karten entwickelt, die nicht nur den lückenlosen Verlauf des römischen Grenzwalls sowie den Limes-Wanderweg, den Limes-Radweg und die Deutsche Limes-Straße zeigen, sondern auch alle erhal-tenen und nicht mehr sichtbaren Kastelle und Wachttürme, gut erkennbare Teilstrecken des Limes und zahlreiche weitere Details enthalten.
Im nutzerfreundlichen Maßstab 1:50.000 zeigen die Karten die genaue Lage der einzelnen Denkmale und der Stellen, wo der Verlauf des Limes im Gelände durch Wälle oder Gräben noch gut erkennbar ist. Die als erstes erschienene Karte von Baden-Württemberg beispielsweise macht deutlich, dass in den Waldstücken im Odenwald zwischen Miltenberg und Walldürn noch die Fundamente von rund einem Dutzend Wachttürme erhalten blieben, während man auf den freien Flächen durch die landwirtschaftliche Nutzungen keinerlei Spuren mehr erkennt. Nachdem die baden-württembergische Karte seit Oktober 2007 vorliegt wurden auch die bayerische, die rheinland-pfälzische und die hessische Karte im selben Erscheinungsbild fertiggestellt.
Auf den Karten wird deutlich, dass der Limes einst auf weiten Strecken verlief. Wälle, Erhöhungen und Gräben machen dies besonders deutlich. Im Abstand von wenigen hundert Metern stößt man häufig auf die Grundmauern ehemaliger Türme, von denen einige rekonstruiert wurden und erkennen lassen, wie mächtig die Grenze einst befestigt war.
Ihr folgt der in roter Farbe übersichtlich in die Karte eingezeichnete Limes-Wanderweg - teils direkt auf der schnurgeraden Grenzlinie, teilweise im Zickzack mal links, mal rechts davon. Auch der grün markierte Limes-Radweg auf gut befahrbaren Wegen schlängelt sich durch das ehemalige Grenzland und führt immer wieder zu eindrucksvollen Zeugen jener Zeit, als sich das Römische Weltreich im 2. und 3. Jahr-hundert n. Ch. durch starke Befestigungen vor dem Ansturm germanischer Völker schützen wollte. Autotouristen können der gelb markierten Deutschen Limes-Straße folgen.
Der Limes wird in jedem Bundesland auf einer separaten Karte dargestellt. Sie enthalten einen Übersichtsplan und die schmalen Streckenabschnitte mit allen Details. Das UTM-Koordinatengitter ermöglicht GPS und sonstige Navigation. Die Karten wurden herausgegeben mit freundlicher Unterstützung der Adolf Würth GmbH & Co. KG aus Künzelsau.
Die offizielle Karten „UNESCO-Weltkulturerbe – Obergermanisch-Raetischer Limes in Baden-Württemberg”, „in Hessen“ und „in Rheinland-Pfalz“ sind beim Verein Deutsche Limes-Straße für jeweils 6,90 Euro erhältlich oder als 4-er Set für 29,80 €. Informationen:
Verein Deutsche Limes-Straße e. V. St.-Johann-Str. 5, 73430 Aalen Tel. 0 73 61 / 52 82 87-23 e-mail: limesstrasse@aalen.de, www.limesstrasse.de
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Ideen und Arrangements für Einzelgäste und Gruppen entlang der Limes-Straße
„Der Römer Lust“, „Vom Apollotempel zum Limestor“, „Zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf Römerspuren“ – so heißen einige von mehreren Dutzend Arrangements und Angebote, die jetzt vom Verein Deutsche Limes-Straße in einer Broschüre zusammengefasst wurden. Dabei handelt es sich sowohl um Ideen und Pauschalen für Einzelreisende als auch um Gruppenerlebnisse der besonderen Art, geführte Wanderungen und Museumsangebote.
Historisches und Kulinarisches vom Feinsten wird beispielsweise im Rahmen einer Pauschale in Schwäbisch Gmünd für Familien und Gruppen ab vier Personen geboten. Wie die Römer lebten, demonstriert ein Gruppenarrangement in Aalen auf der Schwäbischen Alb, und das bayerische Weißenburg wartet in den Mauern eines römischen Gutshofes mit einem Erlebnistag „Brot und Spiele“ auf. Reichhaltig sind die geführten Wanderungen und Radtouren, die von zahlreichen Orten am Limes angeboten werden und natürlich immer einen Bezug zu der Zeit vor 2000 Jahren haben, als der 550 km lange Grenzwall vom Rhein zur Donau gebaut und bewacht wurde. Und dabei erfährt man auch, warum dieses einmalige Bauwerk von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurde.
Eine Kastellinspektion mit Limes-Cicerones, speziell ausgebildeten Führern in stilechten Uniformen am baden-württembergischen Abschnitt, gehört ebenso zu dem breit gefächerten Angebot wie ein Arrangement „In den Sandalen der Römer“ oder eine Führung, bei der das Soldatenleben der Legionäre unter die Lupe genommen wird. Kulinarisch-deftig geht es bei römischen Mahlzeiten zu, und selbstverständlich dürfen auch Führungen „Römer und Wein“ oder „Wo einst die Römer badeten“ nicht fehlen, brachten die Besatzer aus dem sonnigen Süden doch den edlen Rebensaft ebenso nach Germanien wie eine ausgefeilte Thermenkultur. Spezielle Events sorgen auch für Spaß und mancherlei Erlebnisse für Kinder.
Die Broschüre „Touren auf Römerspuren“ mit allen Einzelheiten und Preisen ist kostenlos erhältlich beim : Verein Deutsche Limes-Straße, St.-Johann-Str. 5, 73430 Aalen, Tel. 07361/52 82 87-23, Fax 07361/52 82 87-10, Internet: www.limesstrasse.de, E-Mail: limesstrasse@aalen.de.
Aalen, Juli 2007
Pressetext: pressetext12.doc pressetext12.pdf

Die Deutsche Limes-Straße führt Besucher entlang des neuen Weltkulturerbes Endlich ist es soweit, der Obergermanisch-Raetische Limes ist Weltkulturerbe. Die mit Spannung erwartete Entscheidung des Welterbe-Komitees der UNESCO ist im südafrikanischen Durban gefallen. Das Komitee hat dem Antrag über die Aufnahme des Obergermanisch-Rätischen Limes in die Liste der Welterbestätten zugestimmt. Der Limes ist dabei zusammen mit dem Hadrianswall in England Bestandteil eines „Transnationalen Weltkulturerbes“ mit dem Namen „Grenzen des Römischen Reichs“. Damit ist das römische Bodendenkmal das 31. deutsche Objekt auf der Welterbeliste. Über vier Jahre hat die Ausarbeitung des Antrags bis zu seiner Einreichung im Januar 2004 im Welterbezentrum in Paris gedauert. In dem Antrag enthalten ist die Beschreibung aller noch im Original erhaltenen Zeugnisse des Limes. Besonders bemerkenswert bei diesem Projekt ist dabei die Kooperation über vier Bundesländer hinweg. Unter der Federführung des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg haben die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern gemeinsame Arbeit geleistet und den Limes zwischen Rhein und Donau Kilometer für Kilometer von Neuem erforscht und erfasst. Wie wichtig dieses Bodendenkmal und die Epoche vor rund 2000 Jahren für unseren Kulturraum war, das bestätigt auch ein Gutachten vom Internationalen Rat für Denkmalpflege. Dieses Gutachten mündet in eine Empfehlung an das Welterbe-Komitee was der Entscheidungsfindung mit Sicherheit zuträglich war.
Der Obergermanisch-Raetische Limes gilt als ein herausragendes Bodendenkmal, das Zeugnis gibt von der römischen Epoche und Kultur, die sich so nachhaltig auf die folgende kulturelle Entwicklung in Europa auswirkte. Die Zeugen dieser Zeit sind auf der 550 Kilometer langen Strecke vielerorts zu finden. Zu sehen sind neben den römischen Relikten, die im Original erhalten sind, Rekonstruktionen, Ausgrabungen und Nachbauten. Stellenweise ist der Grenzwall selbst noch erkennbar.
Die Relikte der Römerzeit haben das Besucherinteresse stark auf sich gezogen und es lag nahe, die Stätten in gemeinsamer Kooperation miteinander zu verbinden. Wo also vor rund 2000 Jahren die Römer einen 550 km langen Grenzwall bauten, führt heute eine äußerst interessante und abwechslungsreiche touristische Route vom Rhein über Lahn und Main zur Donau: die Deutsche Limes-Straße. Sie verbindet alle Stationen am Obergermanisch-Rätischen Limes mit dem Ziel, die römische Geschichte in das Bewusstsein der Öffentlichkeit im Sinne eines sanften Tourismus zu rücken.
Während der eigentliche Grenzwall auf weiten Strecken schnurgerade Wald und Feld durchquert, schlängelt sich die Limes-Straße durch Dörfer, Städte und eindrucksvolle Landschaften. Beginnend am Rhein führt die Route zunächst durch den Westerwald, den Taunus und die Wetterau. Südlich von Hanau überquert sie den Main, dem sie mit einem Schlenker durch Aschaffenburg bis Miltenberg folgt. Im zweiten Teil werden dann der Odenwald, die Hohenloher Ebene, der Schwäbische Wald, die Schwäbische Alb und der Naturpark Altmühltal passiert, bis das Ziel an der Donau erreicht ist. Die Resonanz auf die Touristikroute, die vor zehn Jahren gegründet wurde, ist überwältigend. Nicht nur Autotouristen bewegen sich entlang des einstigen Grenzwalls der Römer sondern auch Radfahrer verbinden kulturelles Interesse mit sportlichem Ehrgeiz auf dem einheitlich beschilderten Deutschen Limes-Radweg.
Eine abwechslungsreiche Reise verspricht sowohl die Auto- als auch die Radroute. Zu sehen sind rekonstruierte Wachtürme, ausgegrabene und konservierte Kastell- und Badeanlagen sowie zahlreiche Museen mit beeindruckenden Funden. Am Wegesrand liegen malerische Ortschaften, bekannte und pulsierende Städte und namhafte Kur- und Erholungsorte. Der Reisende durchquert dazu noch vielfältige und abwechslungsreiche Landschaftsabschnitte, die die über 700 Kilometer lange Limes-Straße säumen.
Die Deutsche Limes-Straße hat in einer übersichtlichen Broschüre alle römischen Stätten zusammengestellt. Sie stellt die Orte und deren Sehenswürdigkeiten vor, die zu der Touristikroute gehören. Also ein idealer Reiseführer in Kurzform mit den wichtigsten Informationen. Darüber hinaus gibt es eine Mappe mit zwei Kartenblättern zum Deutschen Limes-Radweg, die den Radler über Verlauf, Höhenprofil und Sehenswürdigkeiten informiert.
Ein umfangreicher Veranstaltungskalender mit Römerfesten, Sonderausstellungen, Führungen, Aktions- und Familientagen sowie Sonderveranstaltungen entlang der gesamten Touristikroute ist ebenfalls erhältlich. Und wer auf seiner Reise an der Deutschen Limes-Straße tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, für den steht eine Liste mit geeigneter Literatur zur Verfügung.
Ein umfassendes Informationspaket mit den Broschüren, dem Veranstaltungskalender und den Literaturempfehlungen ist beim Verein Deutsche Limes-Straße erhältlich.
Die Deutsche Limes-Straße freut sich auf alle, die das neue Weltkulturerbe auf Deutschem Boden kennen lernen wollen.
Informationen: Verein Deutsche Limes-Straße e. V. Marktplatz 2, 73430 Aalen Tel. 0 73 61 / 52 23-61, Fax 52-19 07 e-mail: limesstrasse@aalen.de, http://www.limesstrasse.de
Pressetext: pressetext5.doc

Interessantes und Sehenswertes an der Deutschen Limes-Straße Aus dem Inhalt: Wo vor rund 2000 Jahren die Römer einen 500 km langen Grenzwall bauten, um sich vor den herandrängenden alemannischen Völkern zu schützen, führt heute eine äußerst interessante und abwechslungsreiche touristische Route vom Rhein über Lahn und Main zur Donau: die Deutsche Limes-Straße mit Dutzenden bis heute erhaltenen oder rekonstruierten Zeugnissen jener Zeit.
Pressetext: pressetext1.doc pressetext1.pdf


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